Die Polaritäten innerhalb der Matrix

 

 

Eine der grundlegenden Beobachtungen der „Matrix“ in der Natur ist, dass jede Basis-Manifestation in Paaren stattfindet.

 

In einem anderen Kapitel wurde erklärt, dass tatsächlich alles in einem „Set von Vier“ kommt. Aus verschiedenen Gründen können wir das jedoch in eine Dualität zusammenfalten, solange wir uns dessen bei gründlicheren Untersuchungen bewusst sind.

 

Aus Gründen der Vereinfachung können wir eine Seite der Basis-Manifestation den „Plus-Pol“ nennen und die andere den „Minus-Pol“, und das Gesamte eine „Polarität“. „Plus/Minus“ oder „positiv/negativ“ sind in diesem Zusammenhang nicht bewertend sondern eher wissenschaftlich/technisch gemeint.

 

Traditionell werden die Pole Yin/Yang (Taoismus) genannt, sowie Tamas/Rajas (indisch) oder Oyeku/Ogbe (Ifa).

 

Gotamo Siddharto nannte sie einfach die „Extreme“ seines „Wegs der Mitte“. Sein zentrales Konzept von „Dukkha“ kann leicht als „Dualität“ und daher als „Polarität“ interpretiert werden. Die konventionelle Übersetzung als „Leiden“ ist einfach falsch. „Leiden ist die direkte „Konsequenz“ von Dukkha, aber so ist es auch bei (weltlicher) Freude. Die Wurzel von beiden ist „Dukkha“, das „Nicht-Ganzsein“ von Dingen.

 

Es kann nicht oft genug wiederholt werden, dass es keine Manifestation in diesem Universum OHNE die beiden Seiten der Polarität gibt. Während dieses in Naturwissenschaft und Technik offensichtlich zu sein scheint, wird es beim menschlichen Verhalten auf persönlicher und gruppenartiger Ebene gewöhnlich übersehen.

 

Das Versagen, die „andere“ Seite mit in Betracht zu ziehen, kann katastrophale Folgen haben – vom Erreichen des Gegenteils dessen, was persönlich gewünscht wird – beispielsweise mit „positivem Denken“ – bis hin zu verheerenden Konsequenzen globaler Politik.

 

Für unsere Zwecke wollen wir uns darauf konzentrieren, wie wir an größerer spiritueller und emotioneller Freiheit arbeiten können.

 

Das Haupthindernis dieser Freiheit besteht aus veralteten oder nicht mehr anwendbaren früheren Zielen, die in der Gegenwart immer noch aktiviert sind.

 

Zunächst besteht jedes Ziel aus einer Polarität. Damit ein Ziel überhaupt über längere Zeit bestehen kann, muss es – wie alles andere – eine Unwahrheit enthalten.

 

Diese Unwahrheit ist gewöhnlich ein Austausch der Qualitäten zwischen den Polen. Mit anderen Worten: man mischt „Yin“ in den Teil von „Yang“ und umgekehrt.

 

Jedes existierende Ziel wird durch einfaches Aufheben dieses Vorgangs annulliert. Das ist das ganze Geheimnis des indischen „Gunas“-Prozesses.

 

Die einzige Voraussetzung für diesen Prozess ist die Fähigkeit, Yin und Yang identifizieren und differenzieren zu können (bzw. Tamas und Rajas).

 

Während dieses auf den ersten Blick keine Bedeutung zu haben scheint, zeigt das tatsächliche Laufen von Prozessen, dass bei einem bestimmten Prozentsatz von Leuten die Qualitäten von Yin und Yang UMGEKEHRT  sind. In diesen Fällen wird der Gunas-Prozess so lange NICHT funktionieren, bis dieses durch spezielles und manchmal mühsames und zeitaufwendiges Laufen von Prozessen korrigiert ist. Dieses Phänomen scheint unabhängig vom Grad der spirituellen Arbeit zu sein, den die Person bis zu dem Zeitpunkt erreicht hat.

 

Ist ein *vollständiges* Säubern einer Basisstruktur überhaupt möglich?

 

Die grundlegende fraktale Schablone von der „Ebene von vier“ enthält schon die Mischung von Yin und Yang, wie dies durch das „Tao-Symbol“ erläutert wird: Jede Seite enthält ihr Gegenteil in Form eines kleinen Punktes.

 

Genau genommen wird jede *vollständige* Auflösung von *jeder* Gunas-Konstruktion im Transzendieren des Universums als solchem resultieren.

 

Wie schon früher erwähnt manifestiert sich das Konglomerat von Existenz, das wir gewöhnlich das Universum nennen, als ein Ineinandergreifen  von Grundzielen, die von den „vereinten/unmanifestierten“ drei sich gleichzeitig entfaltenden Schichten herrühren.

 

Sobald *eine* Konstruktion einer Auflösung nahe kommt, wird die andere Ziel-Konstruktion aktiv werden.

 

Es sollte angemerkt werden, dass solch ein Versuch nur möglich ist, wenn alle Konstruktionen schon beseitigt wurden, die dem Grundziel überlagert waren.

 

Solch ein Prozess zu vervollständigen kann viele Jahre mit dem von Patanjali hinterlassenen „Standard-Gunas-Prozess“ dauern – ein Prozess, der in seinem Hauptwerk, den „Yogasutras“, verschlüsselt wurde.

 

Vor kurzem ist ein anderer schneller Prozess aufgetaucht, mit dem Polaritäten gesäubert werden können: der PEAT-Prozess von Zivorad Slavinski. Verglichen mit einem gut eingeübten Gunas-Prozess ist er immer noch langsamer. Die „Eingangspunkte“ sind schwieriger zugänglich.

 

Eine Abhilfe für letzteres wäre den Gunas-Prozess rückwärts zu laufen, um eine vorübergehende Zielkonstruktion zu erschaffen, die dem angestrebten Grundziel genügend nahe ist.

 

PEAT ist extrem leicht und schnell erlernbar. Nachdem die erste und am leichtesten zugängliche Polarität in einer „normalen“ Sitzung unter Anleitung gesäubert wurde, kann der Prozess ohne spezielle Vorbereitungen „solo“ gelaufen werden.

 

PEAT- und Gunas-Prozess können problemlos vermischt werden. Beide können mit Kommunikations-Prozessen erweitert werden, wie zum Beispiel Flemming Funch’s Methode des  Polaritäts-Klärens (worldtrans.org/transproc.html).

 

Während sich dies alles sehr einfach und problemfrei anhört sollte daran gedacht werden, dass diese Methoden bis vor kurzem nicht bekannt waren, und dass die Handhabungen, die in Gebrauch waren, extrem gefährlich sind.

 

Unrichtige Zielhandhabung wie die sogenannte GPM-Methode (Ziele/Probleme/Massen) kann TÖDLICH sein. Besonders wenn es um aufgestapelte Langzeit-Ziele geht, wie dies in Line-plots (Aufstellungen früherer Leben) überprüft wird.

 

Einige dieser Handhabungen können tatsächlich die Illusion von vorübergehender Befreiung der Zielkonstruktions-Ansammlung bewirken. Es kann jedoch ein „unerklärlicher“ Zusammenbruch danach geschehen, und dieses kann sehr brutal sein.

 

Über den Daumen gepeilt: je höher der Aufstieg, umso tiefer der Fall.

 

Wir werden uns im folgenden auf die 16 „Meister-Polaritäten (Olodus)“ von Ifa konzentrieren, die in 8 Polaritäten gruppiert werden können.

 

Es ist nicht erforderlich, unter einem Bodhi-Baum zu sitzen, um mit den Polaritäten zu arbeiten, obwohl es für einige hilfreich sein kann, eine angenehme und ästhetische Umgebung zu finden, um die obersten Polaritäten anzugehen.

 

(Anmerkung: Um ehrlich zu sein: ich habe tatsächlich unter einem Bodhi-Baum gesessen – dem einzigen, der noch auf dem UCLA-Gelände steht –, als ich erstmalig die „Stufe von vier“ herausgegeben habe. Dieses geschah jedoch eher zufällig, muss ich gestehen.)

 

Es sollte darauf hingewiesen werden, dass Gotamo Siddharto, der „Buddha“, nicht nur durch Meditation allein den „Edlen Achtfachen Pfad“ entdeckte. Wie mich Ed Dawson nach sorgfältiger Analyse des Pali-Kanons darauf aufmerksam machte, scheint der „Buddha“ die Grundpolarität „Ika-Oturupon“ gewaltsam befreit zu haben, die sich als „Körpertod vs Spirituelles Überleben“ in diesem Universum manifestiert.

 

Diese Grund-Polarität MUSS KONFRONTIERT WERDEN, bevor irgendein Aufstieg versucht werden kann. Im nachhinein können wir überraschenderweise Dramatisationen dieser Polarität in den meisten Hauptreligionen finden – besonders in den christlichen Geschichten über Jesus den Nazarener.

 

Bevor nun endlich in die Suppe der Matrix eingetaucht werden kann noch eine kurze Bemerkung über die bisher benutzten Namen, und die in den nachfolgenden Kapiteln benutzt werden.

 

Die Grundpolaritäten (Odus) manifestieren sich auf eine Weise, die mit den Modellen der Fraktalen Geometrie und Chaos-Theorie vergleichbar sind.

 

Wie dem auch sei – sie sind AUSSERHALB UND DURCHDRINGEN gleichzeitig das Universum.

 

Dem irgendeine bekannte Bezeichnung zuzuordnen, wie „erschaffen/zerstören“ für“ Ogbe/Oyeku“, mag erforderlich sein, wenn deren primären Manifestationen angesehen werden.

 

Es sollte jedoch immer daran gedacht werden, dass ein Odu unmöglich passend bezeichnet werden kann.

 

Aus diesem Grund werden wir Ifa-Namen benutzen, selbst wenn dieses für den Leser zunächst unbequem sein mag.

 

Auf diese Art wird es gemeinsame Kennzeichen geben, wenn wir die Manifestationen der Grundpolaritäten in unterschiedlichen Formen prüfen, wie „Sinus-Wellen“, Elektronik, mechanische Technik, der „Aktionszyklus“, (Ethik) Erfolgszustände oder die Börse – um einige wenige zu nennen.

 

Wenn dies alles zu kompliziert klingt, dann könnte man spekulieren: „Wenn jemand genügend Polaritätsklären gelaufen ist“, würde man auf die Grundpolaritäten „automatisch treffen“ und Fragen wie „Welche sind die Grundpolaritäten?“ würden überflüssig.

 

Dieses ist eine schöne Theorie, aber bis sie bewiesen ist, scheint es ratsam zu sein, die Kernpolaritäten zu studieren – so wie sie schon seit tausenden von Jahren bekannt sind und funktionieren.