Der Nirwana-Prozess

 

Viele von uns, die sich mit der Kunst beschäftigen, die richtige Frage im richtigen Augenblick zu stellen, nennen die Kombination dieser Fragen einen „Rundown“.

 

Diese Bezeichnung hat eine negative Nebenbedeutung und wird nicht benutzt werden für die nachfolgende Sequenz von Prozessen, die Berichten zufolge von Gotamo Siddharto benutzt wurden, um in das einzugehen, was er „Nibbana“ nannte.

 

Es handelt sich hier nicht um einen einzelnen Prozess sondern eher um eine Reihenfolge, deren Ergebnis (oder „End-Phänomen“, wie es einige nennen) nicht einfach „Erleuchtung“ ist – sondern es ist jenseits des Universums – jenseits von „Erleuchtung“.

 

Diese Reihenfolge ist detailliert und in langen Reden (Pali: Suttas) beschrieben worden. Sie erscheint als eine Kette von „Statik“-Prozessen und müsste als solche als Setup mit einem Förderer angewandt werden.

 

Die tatsächliche Kraft dieser Sequenz ist, dass sie *dynamische*  Prozesse enthält – zumindest wenn dies in einem Solo-Setup-Prozessing durchgeführt wird. Ein dynamischer Prozess folgt nicht mehr den Regeln eines Kommunikations-Zyklus, da er seine Fragen ohne einzelnes Bestätigen „ändert“.

 

Eine Analogie könnte das Einstellen eines Radiosenders sein. Ein statischer („traditioneller“) Prozess wäre wie eine digitale Tastatur, in die eine Frequenz eingegeben werden muss, die sich dann in den Sender einfädelt. Ein „dynamisches“ Einstellen geschieht durch einfaches Herumdrehen des Einstellknopfs, bis ein Sender erkennbar ist. (In der Analogie – dieses ist die „altmodische“ Art.)

 

Wichtig bei einem dynamischen Prozess ist, dass er vom Super-Bewusstsein benutzt werden kann, ohne dass „rationales“ (trennendes) Denken beteiligt ist.

 

In diesem Fall, und vielleicht *nur* in diesem Fall, sollte die erste Person Einzahl („Ich“) benutzt werden anstatt die dritte Person („Du“), weil man die absolut letzten Fragmente von „Fall“ läuft. Außerdem ist der Prozess konzeptorientiert und weniger abhängig von der Semantik der Fragen. Mit anderen Worten: Laufe die Konzepte anstelle von verbalen Fragen.

 

Nachdem die Struktur der Sequenz der Prozesse herausgefiltert wurden, die Gotamo dazu führten, den Nirwana-Bereich zu betreten, und nachdem ein „Sicherheitsnetz“ hinzugefügt wird, werden folgende Elemente sichtbar:

 

Anfang Setup:

 

Was hätte zu geschehen, damit ich an diesem (Bereich)Freude habe?

Was hätte nicht zu geschehen, damit ich in diesem (Bereich) Freude habe?

 

Was würde geschehen, wenn ich an diesem (Bereich) Freude hätte?

Was würde nicht geschehen, wenn ich an diesem (Bereich) Freude hätte?

 

Ende Setup.

 

 

Anfang Nibbana-Prozess:

 

Gibt es einen (Bereich), der mir mehr Freude bereitet als dieser (Bereich)?

 

Wie fühlt es sich an, an diesem (Bereich) mehr Freude zu haben?

 

Wenn Gedanken/Gefühle des vorherigen Bereichs hochkommen: bereiten sie mehr oder weniger Freude? (Wenn nötig, Setup noch einmal laufen.)

 

Ende Nibbana-Prozess.

 

 

Noch einmal: Dieses ist der tatsächliche Prozess, den Gotamo nachweislich benutzte, um den Bereich des „Nibbana“ zu erreichen – gewöhnlich „Nirwana“ genannt.

 

Historischen Berichten zufolge fing er mit dem Bereich von „grenzenlosem Raum“ an. Dieser Bereich wird betreten, indem man  längere Zeit im Zustand von „Upekkha“ (equanimity) ist.

 

Der Zustand (Tonstufe) von Upekkha wird erreicht durch einen lang anhaltenden Zustand von „Mudita“ (Freude von anderen teilen), gefolgt vom Zustand von „Karu.na“ (wörtlich: „Anteil nehmen, und *nicht* „Mitleid“, wie oft übersetzt), das wiederum dem Zustand von „Metta“ (spirituelle Liebe) folgt.

 

Diese Verhaltensweisen und Zustände sind auf der „Aufwärtsspirale“ und werden automatisch erreicht, wenn die Person die „Frequenz“ ihres Verhaltens erweitert. Einige sehr populäre spirituelle Führer behaupten, 90 % am Tag auf der Stufe „Mitleid“ zu sein. Was auch immer sie machen – sie erreichen anscheinend nicht „Karuna“, da sie dann notwendigerweise nach einer Weile zu „Mudita“ hochsteigen würden oder zu „Metta“ (grenzenlose Liebe) „heruntergehen“ würden.

 

Das Fortschreiten der Zustände des Geistes ist eine Reflexion der Struktur dieses Universums und ist daher von allen subjektiven Bewertungen unabhängig. So wie das Erhöhen einer Tonfrequenz des Tons „A“ (440 Hertz)  die Töne „B“, „C“ usw. verändern wird ist dieses Fortschreiten eine innewohnende strukturelle Eigenschaft.

 

Und entsprechend dem Gesetz von Fortdauer (oder besser dem Gesetz der Unmöglichkeit von Nicht-Fortdauer in diesem Universum) müssen diese Zustände in der richtigen Reihenfolge durchlaufen werden, um dieses Universum verlassen zu können.

 

Glücklicherweise ist es ein Weg des Erweiterns von Freude und Glücklichsein.

 

Das war (und für viele ist es das immer noch) das Merkmal von Gotamo Siddhartos Lehre:

 

„Durch Glücklichsein zum Glücklichsein!“